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Der Fürst Wenzel

 

Ein Fürst, Gläubiger und ein Mann des Friedens. Die Kennzeichnisse begleiteten Wenzel Jahrhunderte und machten aus ihm eine der Bewundertesten historischen Person. Sein Kult war derselbe wie bei Fürstin Libuse, er war überall zu finden. Karl IV. machte aus ihn den Patron der Tschechischen Länder, er wurde ein Held der Hussiten und seine Statur schaut auf das Prager Zentrum.
Wenzel wurde als der Sohn von Fürst Vratislav I. und seiner Frau Drahomira geboren. Den kleinen Wenzel erzog zusammen mit seinen jüngeren Bruder Boleslav seine Großmutter Ludmila, die Vorbehaltungen gegen die heidnischen Wurzeln von Drahomira hatte. Ludmila war eine eifrige Christin und das hat sie auch auf ihre Enkel übertragen. Nach den Chronisten und Legenden fühle sich Drahomira als Mutter verraten, da sie ihre Söhne nicht sehen konnte, und deshalb hat sie Ludmila erwürgen lassen.
Im selben Jahr starb Wenzels Vater und der junge Mann wurde Fürst. Sofort hat er die Reliquien seiner Großmutter auf der Prager Burg begraben lassen und verurteilte Drahomira zum Hausgefängnis.
Von Anfang seiner Herrschaft unterstützte Wenzel die Kirche, aus der später eine vollwertige Institution in den Tschechischen Ländern wurde. Manche Chronisten unterstreichen, dass Wenzel ein exzellenter Kämpfer war, aber die Wahrheit ist, dass er mit Heinrich Ptacnik, den Ostfränkischen (deutschen) König, verlor. Wenzel wollte nicht die Kämpfe vortsetzen, und deshalb zahlte er ihm eine hohe Friedensteuer.
Manche Historiker finden diese Sache als ein Symbol des Pazifismus, die anderen halten Wenzel für einen Feigling. Politisch war das aber eine richtige Entscheidung, da es der Beziehung zwischen den Tschechen und Fränken half. Als ein Symbol des Sieges lies Wenzel auf der Prager Burg die Rotunde des heiligen Vitus aufbauen. Vitus war eine Religiöse Ikone in Sachsen und Heinrich Ptacnik hat sogar die Reliquien vom Heiligen nach Prag senden lassen. Vierhundert Jahre später wurde anstatt der Rotunde eine gotische Kathedrale gebaut, die wir heute kennen.
Trotz der Beliebtheit des jungen Fürst bei dem Volk, formte sich ihm gegenüber eine starke Opposition, an deren Spitze sein Bruder Boleslav stand. Der machtvolle und aggressive Boleslav war nicht einverstanden mit der Friedenspolitik von Wenzel und wollte mit den Fränken kämpfen. Er nahm sich ein Beispiel bei seiner Mutter und ließ Wenzel töten. Der Mord passierte am 28. September 935, dieser Tag ist einer der bedeutendsten tschechischen Feiertage.
Nach Wenzels Tod übernahm Boleslav die Macht über die Prager Burg und wurde Fürst. Er ließ seinen Bruder in der Rotunde des heiligen Vitus begraben. Die Reliquien sind heute in der heiligen Wenzel Kappelle, die Karl IV. bauen ließ. Boleslav war als Herrscher sehr fähig. Vierzehn Jahre kämpfte er mit den Deutschen und lehnte ab die Friedenssteuer zu zahlen. Danach verband er die Stärken mit dem deutschen König und stoßte die Anfahrten von den Ungaren ab.
Wegen seinem märtyrerhaftem Tod wurde Wenzel mit seiner Großmutter Ludmila im 10. Jahrhundert als Heiliger gesegnet. Wenzel bleibt ein Geheimnis, manche stellen sich ihn vor als einen blassen Asketen, der die meiste Zeit mit lesen und beten verbrachte. Die neuesten Entdeckungen von Wissenschaftlern enthüllen, dass er nicht viel gebildet war und vermutlich eine Frau und einen Sohn hatte. Das ändert aber gar nichts daran, wie wir den beliebtesten Bewohner von Prag sehen. Der heilige Wenzel ist eine Legende und nicht eine historische Person.

 






 

 


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