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Georg aus Podebrady

 

Das ist ein König, der demokratisch gewählt wurde, selbstverständlich bei den Edelleuten. Seine Person wurde aufgehoben in den Zeiten der totalitären sowjetischen Regime in Ost Europa. Georg aus Podebrady war hauptsächlich ein kluger und erfahrener Politiker, dessen liberale Meinungen in seiner Zeit ein Unikat waren.
In der Jugend bekam er eine kirchliche Bildung aber früh kam er zum Utraquismus, der husittischen Glaube. Er half den gemäßigten Husitten den Krieg zu beenden und danach wurde er eine sehr wichtige Person in der Königsadministrative. Dieser Aufstieg zur Macht machte aus den verschlossenen Jungen einen bewusstvollen Mann. Der damalige König Ladislav Jagellonsky war zu jung und deshalb übernahm Georg als sein Tutor die Herrschaft. Ladislav starb 1457 und Georg hat sich auf die Rolle des Königs vorbereitet. Seine Krönung verfolgten aber Spekulationen. Man sagte, er hätte den jungen Ladislav ermordet, damit er die Herrschaft kriegt. Die modernen Forschungen zeigten, dass Ladislav an Leukämie starb und das Georg unschuldig ist.
Georg war sehr offen und seine Persönlichkeit schockierte die ausländischen Herrscher und Edelleute. Er glaubte an die absolute religiöse Freiheit. Das gefiel nicht dem Papst, der sogar auf den utraquistischen König die Kreuzer schickte. Am Ende waren gegen den König auch die Edelleute, die ihre Kraft mit Matias Korvin aus Ungarn verbündeten. Innerhalb der kleineren Kämpfe mit der ungarischen Armee ist im Jahr 1471 Georg gestorben und überlass den Thron Matias.
Und was war Georgs Botschaft? Im Jahr 1463 versuchte er eine Union von allen europäischen christlichen Herrschern zu gründen. Das Meritum war die diplomatische Klärung von allen Konflikten zwischen den europäischen Ländern. Das gelang aber nicht, weil Georgs diplomatische Fama mit seiner unkatholischen Glaube gestört war. Die Historiker sehen heute eine große Ähnlichkeit mit den damaligen Bemühungen und der Europäischen Union, wie wir sie heute kennen.

 


 

 


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