Josef II.
Der älteste Sohn von Maria Theresia hatte schon seit seiner Jugend große Ambitionen. Innerhalb der Kriege mit dem preußischen Kaiser Friedrich der half er mit der Ausbildung und der Koordination der militärischen Abteilungen und führte den Bau der Festung Terezin. Friedrich selbst hielt ihn für einen fähigen Mann, der nach seinen Worten „einmal die Welt mit den Füssen nach oben umkippt.“ Beide hatten die selben philosophischen Meinungen und beide interessierten sich für Voltaire und die Denker der Antik.
Bevor er König wurde, reiste er verkleidet durch Frankreich und gab sich als der Harke Falkenstein aus. Er hat viele wichtige Leute kennen gelernt und wurde zum Kreis der Enzyklopädisten aufgenommen aber sein Blich auf Frankreich war negativ und er hat ihren Sturz vorausgesagt. Innerhalb der französischen Revolution fand er die Inspiration im Jakobinismus und forcierte die dominante Aufgabe des Staates. Das Schicksal seiner Schwester Maria Antoinetta hat ihn auch nicht weicher gemacht.
Josef war einverstanden mit der Basis des Aufklärungsabsolutismus aber seine Reformen waren ein Ergebnis des Idealismus. Er setzte über 6000 Reformen durch, Edelleute und Angestellte hielten ihn dafür für einen Verrückten aber die Leute hatten ihn gern.
Im Jahr 1781 wurde das Toleranzpatent empfangen. Er belaubte Kalvinismus und die so genannte Augspurkskonfession, eine künstliche Mischung von protestantischen Richtungen. Im selben Jahr hat Josef in Böhmen und Mähren die Unfreiheit abschaffen lassen – das ermöglichte den Leuten umzuziehen, studieren und heiraten ohne den Erlaub der Herrschaft. In dieser Zeit war Böhmen das reichste Teil des Österreichischen Kaiserreichs.
Die Steuern mussten nun alle zahlen, sogar die Edelleute aber nicht einmal hier war Schluss vom Josefs Idealismus. Er liquidierte viele bettelnde Order, weil er das Gefühl hatte, dass sie nicht der Gesellschaft nachhalfen. Auf der anderen Seite hat er die Frantiskaner und Dominikaner, die die Lehre verbreiteten, finanziell unterstützt. Er träumte von einem einheitlichen Kaiserreich, sogar auch in der Sprache. Innerhalb seiner Herrschaft hat sich die Germanisierung der Karls Universität verbreitet.
Der Kaiser war ein großer Musikfreund und Wien war im 18. Jahrhundert der Gastgeber von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Blick auf den Kaiser als eine komische Figur ohne Musikgehör im Film von Milos Forman „Amadeus“ war ziemlich genau. Josef unterstützte die Benutzung von deutsch in der Oper und zu diesem Zweck lass er sich bei Mozart die skandalöse Oper „Die Flucht aus Serail“ bestellen.
Als Diplomat hat Josef sehr wenige Erfahrungen und hat sich von Frankreich das Territorium in den Niederlanden rauben lassen. Seine indifferente Einstellung zur Religion hat den Papst geärgert, aber auch er konnte sich nicht dem machtvollen habsburkischen Kaiser stellen. Josef hatte zwei Kinder, beide starben im zarten Alter. Zweimal war er verheiratet aber seine zweite Ehe mit Josefina Bavorska war voll mit Streiten. Er starb 1790 und seinen Platz übernahm sein jüngerer Bruder Leopold. Der neue Kaiser war gezwungen die meisten Innovationen von seinem Bruder zu liquidieren. Die Reformen von Josef waren kurzzeitig und auf die Zeit sehr radikal, aber die Leute beliebten sich den verrückten Harke Falkenstein und sein Hinweis.