Karl IV.
Wurde als der Sohn von Elise und Jan Lucembursky, dem letzten Adelsspross von der Premysl Dynastie, geboren. Jan Lucembursky herrschte nur auf dem Papier und die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Frankreich. Karls Kindheit war sehr kompliziert. Sein Geburtsname war Wenzel und als er ein kleiner Junge war, wurde er von seiner weggeführt und seine Kindheit verbrachte er im französischen Hof. Dort bekam er die Hochbildung, sogar der spätere Papst Kliment IV. lernte ihn. Er ehrte seine französische Erziehung soweit, das er sich auf Karl umnennen ließ.
Schon als zwanzig-jähriger wurde er der mährische Markgraf und bald darauf auch König des Heiligen römischen Reichs. Er kämpfte an der Seite seines Vaters im Jahr 1346 in der Schlacht bei Krescak. Diese Schlacht war der entscheidende Kampf in Hundert – Jahr Krieg. Jan Lucembursky, einer der größten europäischen Ritter, war in der Zeit schon sehr alt und blind und in der Schlacht ist er gefallen. Karl wurde der tschechische König und neun Jahre später wurde als der Kaiser von dem Heiligen römischen Reich gewählt.
Seine Liebe zu Tschechien machte aus ihn einen der größten Patrioten. Die meiste seiner Zeit verbrachte er mit politischen Reformen. Er veränderte den Namen des Königsreichs zur „Welt der tschechischen Krone“ und zerteilte ihn territorial und ökonomisch. Karl sagte, dass die Welt nicht dem König gehört – sondern der König der Welt.
Karl belebte die Legende von dem heiligen Wenzel und sah ihn nicht nur als einen klugen Herrscher, sondern auch als ein vollkommenes Christliches Vorbild. Karl war sehr gläubig und war auch geschickter Holzschnitzer. Viele seiner Staturen und Holzschnitte, welche den Jesus und seine Heiligen darstellen, sind am Karlstejn zu sehen. Auf dieser Burg nicht weit von Prag entfernt verbrachte Karl seine Freizeit. Die Sagen verbreiten, dass hier keine Frau rein treten durfte.
Und wenn wir bei den Frauen sind, Karl hatte viele. Er hatte vier Ehefrauen und alle geliebt, aber er heiratete nur primär aus politischen Gründen. Seine letzte Ehefrau Eliska ist die meist bekannte – die Chronisten schreiben ihr große Stärke zu, angeblich hat sie mit den Händen die Schwerte zerbrochen. Karl war für seine Zeit sehr groß (173 cm), aber von der Jugendzeit hatte er Probleme mit der Wirbelsäule und deshalb war er physisch nicht so kräftig.
Während seiner Herrschaft stieg die Macht der Kirche. Er unterstützte sie finanziell und gründete das Prager Erzbistum. Obwohl er ein Katholik war, versuchte er den slowakischen Gottesdienst zu beleben nach den Vorbild von Konstantin und Metodej in Emauzy, Prager Kloster. Die steigende Autorität der Kirche war Karls großer Fehler. Die Situation führte nämlich zu den Hussiten Schlachten, in denen seine Söhne eine negative Roll spielten.
In der kürzlichen Umfrage, welche die Leute auf den größten Tschechen befragte, war Karl IV. der eindeutige Sieger. Nicht nur, dass er der Stadt Prag ihre Architektur und Weltberühmtheit gab, sondern er machte das aus reinem Patriotismus, der Liebe zum Land und seiner Tradition.