Rudolf II.
Er ist wie eine Person aus dem Märchen. Rufolf II. ist der Hauptakteur der Geschichte der Stadt Prag. Er wurde als der Sohn von Maxmilian II. und der geistig kranken Marie Spanisch geboren. Er wurde in Madrid im strengen katholischen Geist erzogen. Seit der Kindheit hat er in Mystik, Legenden und Rituale interessiert. Im Jahr 1576 wurde er tschechischer König und bald danach ist der ganze habsburkische Hof von Wien nach Prag umgezogen. Mit diesem Akt machte er aus der tschechischen Hauptstadt das europäische Zentrum.
Die Filme beschreiben Rudolf als einen echten Renaissance Mann, der bewusstvoll und klug war aber in der Wirklichkeit war er sehr geheim und gern verbrachte er seine Zeit mit lesen und Studium von Astrologie. Rudolf war nicht sehr attraktiv und hatte typische habsburkische Risse – eine markante Nase und eine große Unterlippe. Trotzdem das ihn seine Ratgeber mehrmals zu einer politischen Ehe gedrungen haben, Rudolf hat niemals geheiratet. Seine Geliebte Katharina Stradova war eine nicht gekrönte Königin Prags und er hatte viele Kinder mit ihr.
Der König war auf der Prager Burg der Gastgeber von vielen großen Künstlern, auch den weltberühmten Maler Arcimbold, der allegorische Porträte mit Rudolf malte. Die Alchimisten und Forscher wie Tycho de Brahe oder Johannes Kepler waren persönliche Freunde von Rudolf und Prag wurde so für eine kurze Zeit ihr zu Hause. Rudolf war ein leidenschaftlicher Sammler und hatte überall auf der Welt seine Agenten, die für ihn Malen, Skulpturen und mystische Werke kauften. Zum Unglück wurde die Meiste seiner Kollektion nach Wien von Prag geliefert und die anderen Teile stielten die Schweden innerhalb des Dreisiegjahre Kriegs.
In der Folge der häufigen Ehen bei den Bekannten in der habsburker Dynastie, waren geistige Erkränkungen nichts Besonderes. Rudolfs Diagnose ist bis heute unklar aber er leidete an Depressionen und mehrmals hat er den Selbstmord versucht. Er hatte auch Syphilis und am Ende seines Lebens konnte er nicht laufen. Sein Sohn Julias d´Austria war ein Psychopath, der brutal seine Verlobte ermordet hat.
Es ist nicht exakt Rudolf einen Herrscher zu nennen, weil er alle Entscheidungen den Edelleuten überlass. Er hat zwar geglaubt, dass er ihre Puppe ist aber seine Prioritäten blieben Kunst und mystisches Lernen. An der Öffentlichkeit hat er ungern den Wert auf seinen Katholizismus genommen und mehr oder weniger tolerierte er die Protestanten und Juden. Sein jüngerer Bruder Matias, der ungarische König, wollte sich die tschechische Krone aneignen und kämpfte gegen Rudolfs Armee. Rudolf mietete sich Söldner aber sein exzentrischer Lebensstill hat die staatliche Kasse ruiniert, so konnte er sie nicht bezahlen. Nach dem militärischen Unerfolg hat er im Jahr 1611 die Krone Matias übergeben und ein Jahr später starb er in der Isolation auf der Prager Burg.