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Zikmund

 

Er war der letzte Luxemburkaner, der in Tschechien herrschte. Auf jeden Fall ging es um einen sehr kontroversen Herrscher. Er wollte große Macht, er war sehr klug und hatte keine Skrupels. Die Historiker behaupten, dass er unglücklich war, weil er im Schatten seines älteren Bruder leben musste. Sein Bruder war der tschechische König Wenzel IV. und war ein schlechter Herrscher und dazu noch Alkoholiker. Auf der anderen Seite Zikmund war ein ergebener Katholik, ein vorbildlicher Politiker und wiederholte den Erfolg seines Vaters – Karl IV., in dem er auch ein König und später Kaiser des Heiligen römischen Reichs wurde. Zum Unglück das religiös zerteilte Land und der wirtschaftliche Tiefstand komplizierten seine Weg zur Macht und fügten seine kurze und unstabile Herrschaft zu.
Zikmund konnte nicht die Herrschaft über das tschechische Königsreich übernehmen so lange sein Bruder noch am Leben war. Stattdessen fiel er im Jahr 1385 nach Ungarn ein und erhielt die Krone. Als Ungarnischer König organisierte er eine erfolglose Kreuzexpedition gegen die Türken, die auf das Mittelland stürmten. Innerhalb seiner Herrschaft in Ungarn hat er sich mehrmals eine Konspiration gegen Wenzel versucht und sogar haben sie ihn ein Jahr in Wien im Gefängnis gehalten.
Wenzel starb im Jahr 1420 und Zikmund wurde als der tschechische König auf der Prager Burg gekrönt. Die tschechischen Edelleute, die auf der Seite der Husitten waren, waren mit diesem Akt nicht einverstanden. Wenzel IV. tolerierte mehr oder weniger die neue religiöse Welle aber Zikmunds militärischer Katholizismus war sehr gut bekannt. In Ungarn unterstützte er die Kirche und die Autorität der einzelnen Würdenträger überstieg die politische Macht der Edelleute und auch dem König.
Der neue König sehnte nach der öffentlichen Unterstützung. Zu erst versuchte er die Husitten zu schlagen und mit Unterstützung von Papst hat er gegen sie fünf Kreuzexpeditionen organisiert. Aber seine Soldaten kämpften für den Sold und konnten sich nicht mit den politisch und religiös überzeugenden tschechischen Kämpfer messen. Deshalb haben auch die Kreuzer mit den schwach bewaffneten aber gut bereiteten und radikalen Husitten verloren.
Der Bruch kam, als sich die Husitten in zwei Flügel teilten. Die weniger radikalen haben eine Koalition mit Zikmund formiert und erwarben sich um das Ende des Aufstands. Im Jahr 1436 war Zikmund endlich als der tschechische König bei den Husitten anerkannt, aber erst danach, als er ihre Religion legitimierte. Sein Traum wurde wahr, aber es hat nicht lange gedauert. Nur ein Jahr nach dem er als König empfangen wurde, starb er in Znojmo – eine Stadt nah der Grenze mit Slowakei, wo er entschloss sich zu etablieren.
Zikmund hat sich nie Prag beliebt, er hielt Prag für ein Nest von Böse. Nach dem Krieg war Prag ein Unikat im ganzeuropäischen Kontext, weil der Kontinent damals religiös gleichmäßig war. In den weiteren Jahrhunderten wurde auf das tschechische Königsreich wie auf ein Land der Ketzer geschaut.

 




 

 


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